Luftfahrtunternehmen / Ausbildungsorganisationen


Luftbild eines Fesselballons (Foto: LBV)

Wer Passagiere oder Fracht gegen Entgelt mit Luftfahrzeugen befördern will, benötigt dafür in aller Regel die Genehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörde. Die LuBB erteilt nach § 20 LuftVG, §§ 61 ff. LuftVZO Erlaubnisse für Unternehmen mit Sitz in Berlin oder Brandenburg, die

  • Rundflüge (keine Flüge von A nach B) oder
  • die Beförderung von Personen oder Sachen mit Ballonen

anbieten. Um die Erlaubnis zu erhalten, muss der Unternehmer die ausreichenden personellen, technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen sicheren Flugbetrieb nachweisen. Die Aufsicht erstreckt sich auch auf die eingesetzten Luftfahrzeuge und Piloten. Zudem muss er über die gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen (Haftpflicht für Schäden der beförderten Personen und Sachen sowie Schäden Dritter) verfügen.

Im gewerblichen Verkehr benötigen Ballonfahrer eine besondere Pilotenlizenz, die an zusätzliche Bedingungen (z.B. jährliche Prüfungsflüge) geknüpft ist. Flugzeuge und Hubschrauber dürfen gewerblich sogar nur von Inhabern einer Berufspilotenlizenz (CPL) oder Verkehrspilotenlizenz (ATPL) geführt werden.

Keine Genehmigung ist nötig für das Absetzen von Fallschirmspringern und die entgeltliche, aber nichtgewerbsmäßige Beförderung mit Luftfahrzeugen bis zu 4 Sitzen. Nichtgewerbsmäßig ist die Beförderung dann, wenn kein Gewinn erzielt werden soll, wenn also die anfallenden Kosten ohne Gewinnaufschlag gleichmäßig auf Piloten und Passagiere aufgeteilt werden und für die Flüge nicht geworben wird. Die Beförderung mit Luftsportgeräten ist nach aktueller Rechtslage auch im gewerblichen Einsatz genehmigungsfrei. Im Interesse der eigenen Sicherheit sollten Rundflüge oder Ballonfahrten nur bei genehmigten Luftfahrtunternehmen angetreten werden.


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