Gebietskategorien des Stadtumbaus

 Gebietskategorie  Definition
 Konsolidierungsgebiete

Gebiete mit positiver und nachhaltiger Entwicklung stabiler Bereiche mit langfristiger realistischer Perspektive (entweder direkt als Selbstläufer oder bei Durchführung von punktuellen ergänzenden Aufwertungsmaßnahmen).

Als Konsolidierungsgebiet werden i.d.R. die Gebiete bezeichnet, die nicht als innerstädtisches Sanierungsgebiet, Entwicklungsgebiet (gem. BauGB § 165) oder Wohnvorranggebiet definiert sind, ihr Bestand an Wohngebäuden jedoch für das städtische Zentrum und die Stabilisierung und Funktion der Stadt von Bedeutung ist.

Zu beachten bei der Wohnraumförderung:

Die Festlegung eines konsolidierten Gebietes in einer Stadtumbaustrategie entbindet die Gemeinde nicht von der erforderlichen Abstimmung auf der Schiene der Wohnraumförderung, wenn in dem Gebiet Wohnraumförderungsmittel zum Einsatz kommen sollen. Der Abstimmungsgegenstand ist separat oder zumindest im Anschreiben zur Stadtumbaustrategie eindeutig zu benennen und darzustellen.

Konsolidierungsgebiete gemäß Stadtumbaustrategie und Wohnraumförderung müssen einander entsprechen.

 Beobachtungsgebiete
(teilweise als Gebiet in Wartestellung bezeichnet)

Hinweis:
nicht zu verwechseln mit den Beobachtungsgebieten des Stadtumbaumonitorings

Gebiet ist derzeit noch stabil, aber die Nachhaltigkeit als Wohnstandort ist fraglich. Perspektivische Entwicklung eher zum Umstrukturierungs- bzw. Rückbaugebiet.

Es finden bisher noch keine oder nur vereinzelt Rückbaumaßnahmen statt.

 Umstrukturierungsgebiete

Gebiete, in denen aufgrund des hohen Leerstandes ein intensiver Rückbau von Wohnungen erfolgt. Schwerpunkt Bestandsreduzierung.

Wohngebäude und Infrastruktur werden aufgrund der rückläufigen Bevölkerung angepasst und umstrukturiert.

Verbleibende Quartiere sind möglich, deren Einstufung als Beobachtungsgebiet empfohlen wird.

 Rückbaugebiete  Gebiete mit flächenhaftem Rückbau von Wohnungen