Planfeststellung


Nach § 8 Abs. 1 S. 1 Luftverkehrsgesetz dürfen bestehende Flughäfen nur geändert werden, wenn im Falle der wesentlichen Änderung der Plan nach § 10 Luftverkehrsgesetz vorher festgestellt worden ist. Antragsteller für das Vorhaben „Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld“ waren die Flughafen Berlin Schönefeld GmbH (FBS GmbH, heute: FBB GmbH) mit den Gesellschaftern Land Berlin, Land Brandenburg und Bundesrepublik Deutschland, sowie die DB Netz AG und die DB Station und Service AG. Sie sind zugleich die Träger des Vorhabens. Der Antrag, bestehend aus 49 Ordnern, wurde am 17.12.1999 durch die Träger des Vorhabens bei der Anhörungsbehörde eingereicht. Nach einer Vorprüfung erfolgte im Jahr 2000 die öffentliche Auslegung des Plans sowie die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange. Eine öffentliche Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen gegen den Plan und der Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurde im Jahr 2001 durchgeführt. Mit Datum vom 13.08.2004 hat das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (jetzt Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung) als Planfeststellungsbehörde den Plan für den Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld festgestellt. Die Behörde hat allerdings dem Antrag nicht in der beantragten Fassung stattgegeben, sondern ihn mit einer Vielzahl von Auflagen und Einschränkungen versehen, die insbesondere die Lärmbelastung der Bürger minimieren sowie den Schutz von Natur und Umwelt sicherstellen sollen. In dem Planfeststellungsbeschluss ist zudem über alle rechtzeitig vorgetragenen Einwendungen, Forderungen, Anträge und Anregungen entschieden worden. Er ist somit zugleich auch eine Antwort auf die entsprechenden Eingaben, die nicht individuell beantwortet wurden.


Der Gegenstand der Planfeststellung umfasst im Wesentlichen die folgenden Punkte:

  • Verlängerung der bestehenden südlichen Start- und Landebahn (SLB) (künftig nördliche SLB 07L/25R) um 600 Meter auf 3.600 Meter;
  • Anlage einer neuen, 1.900 Meter südlich davon gelegenen SLB (künftig südliche SLB 07R/25L) mit einer Länge von 4.000 Metern und einem Bahnversatz zur nördlichen SLB von 1.250 Metern;
  • Anlage von Rollbahnen und Vorfeldern;
  • Schließung der bestehenden nördlichen SLB;
  • Ausweisung von Flächen für die Errichtung der geplanten Flughafenbauten, insbesondere Passagierabfertigungsgebäude, Parkhäuser, Frachtanlagen, Instandhaltungseinrichtungen, Gebäude für Bodendienste und für technische Betriebe sowie sonstige flughafentechnische Anlagen;
  • Anbindung des Verkehrsflughafens an das übergeordnete Straßennetz, insbesondere an die BAB 113n im Osten des Verkehrsflughafens, den Anschluss an die B 96a Ost im Norden des Verkehrsflughafens und die Anbindung West (K 6163 bis L 75); Wiederherstellung von unterbrochenen Verbindungen;
  • Anbindung des Verkehrsflughafens an das vorhandene Schienennetz mittels Fern-, Regional- und S-Bahnverbindungen, insbesondere durch die Westanbindung an den Berliner Außenring (BAR) bis zur BAB 113n;
  • Anlage eines Flughafenbahnhofs unter dem zentralen Passagierabfertigungsbereich für Fern-, Regional- und S-Bahnverbindungen;
  • Anlage der technischen Infrastruktur für Ver- und Entsorgung (Wasser, Strom, Gas, Telekommunikation); Wiederherstellung von unterbrochenen Verbindungen;
  • naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahmen.


Planfeststellungsbeschluss und Planergänzungen


Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld 

Urteile zum Planfeststellungsbeschluss vom 13.08.2004

Planergänzung Lärmschutzkonzept BBI

Urteile zur Planergänzung Lärmschutzkonzept BBI

Planergänzung "Zülowniederung"

"Anlagen des Bundes"