Archiv Infopool Stadtentwicklung

 

Energetische Sanierung im Cohnschen Viertel

Energetische Sanierung im Cohnschen Viertel

 

 

Fotogalerie Hennigsdorf Energetische Sanierung im Cohnschen Viertel

 

 

 

Thema:

  • Energie/Klima

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Historische Siedlung

Maßnahmetyp:

  • Wohnen

Stadt / Gemeinde / Räumlicher Bezug:

  • Hennigsdorf




Zielsetzung:

  • Energetische Optimierung von Mehrfamilienhäusern
  • Anschluss an das Fernwärmenetz und Nutzung erneuerbarer Energien
  • Errichtung und Betrieb eines Nahwärmenetzes

 

Projektbeschreibung:

  • Die Cohnsche Siedlung ist in den Jahren 1940 bis 1960 mit Mehrfamilienhäusern bebaut worden. Ein erster Teil dieser Gebäude wurde ab dem Jahr 2000 umfassend saniert. Dabei wurde zunächst für die betroffenen 460 Wohneinheiten eine veränderte Wärmeversorgung konzipiert. Die Beheizung und Warmwasserbereitung wurde in dem ausgewählten Gebiet auf Nahwärmenetze umgestellt, die durch Solarthermieanlagen unterstützt werden. Für das Modellvorhaben im Förderprogramm „Solarthermie 2000“ wurden auf vier zum Teil denkmalgeschützten Bestandsgebäuden und einem neuen Gebäude Solarkollektoren installiert. Für den Fall, dass die Sonnenenergie nicht ausreicht, um die Wärmeversorgung zu gewährleisten, besteht die Möglichkeit Wärme aus dem Fernwärmenetz einzuspeisen. Hierfür wurde ebenfalls ein Fernwärmeanschluss an die Nahwärmenetze realisiert.

    Die solarthermische Unterstützung durch die 856 m² große Solaranlage wurde mit ca. 9 % an der gesamten Wärmeerzeugung kalkuliert. Sie soll insgesamt 360 MWh thermische Energie pro Jahr erzeugen und den Netzrücklauf für die eigentliche Wärmeerzeugung vorwärmen. Durch die Problematik der verschiedenen Eigentümerstrukturen und die Zusammenfassung verschiedener Gebäude zu einem Nahwärmenetz waren bis zu 350 m lange Leitungen zwischen dem Solarkollektor und dem 40 m³ großen Pufferspeicher notwendig. Die somit entstandenen Heizkreisläufe werden von einer umfassenden Regeltechnik integriert gesteuert. Da es sich bei dem Projekt um ein innovatives Modellvorhaben handelt, ist es umfassend evaluiert worden. Die erhobenen Messdaten geben einen Aufschluss über den Erfolg und die Optimierungsmöglichkeiten bei der Konzeption dieser Anlagen. Insgesamt wurde das Projekt als erfolgreich bewertet.


Umsetzungszeitraum:

  • 2001 - 2003


Finanzierung:

  • Gesamtkosten: 517.630 €
  • Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit



Weiterführende Quellen:

 

zurück zur Auswahl