Raum- und Strukturanalysen

Abbildung aus Brandenburg regional 2006 - Region Lausitz-Spreewald
Ständige Aufgabe des Dezernates Raumbeobachtung ist die Erfassung und Bewertung räumlicher Strukturen. Dies geschieht in Form von Bestands- und Entwicklungsanalysen auf Basis einer Vielzahl von Indikatoren, deren Datengrundlagen zum Teil seit 1990 im Planungsinformationssystem (PLIS) erfasst und ständig fortgeschrieben werden. Räumliche Bezugsebene ist dabei die Gemeinde als kleinste Raumbeobachtungseinheit und alle aus ihr aggregierbaren Verwaltungseinheiten (z.B. Kreis, Land) und funktionalen Räume (z.B.. Umlandregionen, Mittelbereiche, Grenzraum). Ergebnis sind u.a. komplexe Berichte zu Struktur-, Raum- und Regionalanalysen, die auch Aussagen zu Stärken und Schwächen des Raumes sowie seine Chancen und Risiken herauszuarbeiten versuchen und Trendentwicklungen ableiten (z.B.. Brandenburg regional 2006).

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erarbeitung analytischer Grundlagen für die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg. Teilräumlich unterschiedlich verlaufende wirtschaftliche Entwicklungen, Finanzknappheit und demografischer Wandel erfordern ein ständiges Monitoring der aktuellen Entwicklungen u.a. in den Bereichen Siedlungsstruktur, Wanderungs- und Pendlerverflechtungen, Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Diese Analysen haben die Aufgabe, in Abstimmung mit der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung sowohl den Erfolg des Leitbildes / Landesentwicklungsprogramms und des geltenden raumordnerischen Instrumentariums zu bewerten als auch deren Neuausrichtung zu unterstützen.

Die neue Förderstrategie des Landes Brandenburg unter der Zielstellung „Stärkung der Wachstumskräfte durch räumliche und sektorale Fokussierung der Landesmittel“ basiert auf der Festlegung 15 Regionaler Wachstumskerne. Um den an die Regionalen Wachstumskerne gestellten hohen Anspruch zur wirtschaftlichen Stärkung weiter Teile des Landes Brandenburg zu gewährleisten, bedarf es der kontinuierlichen Beobachtung der räumlichen Entwicklungen und der Evaluierung der damit in Zusammenhang stehenden durchgeführten Maßnahmen. Dazu wurden für alle Wachstumskerne „Standortdossiers“ erarbeitet.