Bund-Länder-Programm Stadtumbau-Ost (STUB)


Aufwertung im Stadtumbaugebiet Cottbus-Sachsendorf; Turower Straße (Foto: Stadtverwaltung Cottbus)

Ziel des Programms

Ziel des Programms ist die Stärkung der Innenstädte und erhaltenswerten Stadtquartiere durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen sowie die Stabilisierung der städtischen Wohnungsmärkte durch den Rückbau leer stehender, dauerhaft nicht mehr benötigter Wohngebäude.

Das Programm steht damit für die Anpassung an die demografischen und strukturellen Veränderungen in unserer Gesellschaft und bietet den teilnehmenden Städten die Chance, die Stadt als solche zu stärken und nachhaltig zu erneuern.

Förderrichtlinie

Grundlage für das Programm sind die Städtebauförderungsrichtlinien(StBauFR) und deren Anlagen.

Fördergegenstand

Stadtumbaumaßnahmen nach § 171a BauGB in räumlich abgegrenzten Fördergebieten gemäß § 171b BauGB.

Zur Durchführung der Stadtumbaumaßnahmen stehen Fördermittel der folgenden Teilprogramme zur Verfügung:

  • Aufwertung (STUB AUF)
    Aufwertung zukunftsweisender und nachhaltiger städtischer Quartiere, insbesondere der Innenstädte. In der laufenden Förderperiode stehen Altbauten besonders im Fokus.
     
  • Rückbau (STUB RB)
    Rückbau leer stehender, dauerhaft nicht mehr benötigter Wohngebäude oder Teile von Wohngebäuden. Der Rückbau von vor 1919 errichteten Gebäuden in straßenrandparalleler Blockrandbebauung sowie der Rückbau von Denkmalen sind nicht förderfähig.
     
  • Rückführung städtischer Infrastruktur (RSI)
    Stadtumbaubedingte Rückführung der städtischen Infrastruktur, sowohl im Bereich der sozialen als auch technischen Infrastruktur. Dazu gehören auch Vorhaben, die auf Grund des Stadtumbaus erforderlich sind, um die Funktionsfähigkeit zu sichern (Umnutzung sozialer städtischer Infrastruktur).
     
  • Sicherung, Sanierung und Erwerb von Altbauimmobilien (SSE) (ab Programmjahr 2010)
    Förderfähig sind Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen an vor 1949 errichteten Wohngebäuden in innerstädtischen Quartieren sowie deren Erwerb für eine Sicherung und Sanierung.

Wer wird gefördert?

Städte und Gemeinden, die im Rahmen einer gesamtstädtischen und mit den örtlichen Stadtumbauakteuren abgestimmten Stadtumbaustrategie die Umsetzung oben genannter Ziele anstreben. Auf der Grundlage entsprechender vertraglicher Vereinbarungen können Fördermittel an Wohnungseigentümer und private Bauherren weiter gereicht werden, wenn dadurch die städtebaulichen Ziele erreicht werden und ein öffentliches Interesse vorhanden ist.

Planungssystematik

Die durch die Stadt beabsichtigten Strategien für die Gesamtmaßnahme sind in einer „Stadtumbaustrategie“ dargestellt, die Teil des INSEK ist bzw. bei größerem Umfang daraus abgeleitet ist (Regelfall). Darin stellen die Städte den Handlungsbedarf der nächsten Jahre dar, legen strategisch wichtige Quartiere für Aufwertung und Rückbau fest, setzen die Schwerpunkte bei der Rückführung der städtischen Infrastruktur und bei den Sicherungsmaßnahmen. Gundlage ist eine konkrete Planung für 10 Jahre und darüber hinaus eine perspektivische Grobplanung für weitere 10 Jahre.

Die zur Förderung beabsichtigten einzelnen Vorhaben muss die Stadt in einem integrierten Umsetzungsplan gemäß Punkt 14.1 der Städtebauförderungsrichtlinien 2015 (StBauFR) darstellen, der vom Land geprüft und beschieden wird. Damit wird sichergestellt, dass die prioritären, vor allem aber die zukunftsweisenden und nachhaltigen Vorhaben umgesetzt werden

Was ist noch zu beachten?

Bitte beachten Sie die Rundschreiben der Städtebauförderung zum Bund-Länder-Programm Stadtumbau-Ost!

Auf den Internetseiten des LBV wird Ihnen außerdem das im Dezernat 31 des LBV laufende Stadtumbaumonitoring vorgestellt.

Zu den Gebietskategorien des Stadtumbaus können Sie sich hier informieren: Gebietskategorien des Stadtumbaus

Eine Auswahl von Modellprojekten der Stadtentwicklung, so auch zum Stadtumbau (Teilprogramm: Aufwertung) wird Ihnen auf den Internetseiten des MIL vorgestellt.

Zu empfehlen ist auch die Datenbank Infopool Stadtentwicklung auf den Internetseiten des LBV, die zahlreiche beispielhafte Projekte im Stadtumbau vorstellt.

Zusätzliche Informationen zum Förderprogramm und darüber hinaus gibt die Bundestransferstelle Stadtumbau-Ost.

Hinweise zum Verfahren

Antragstellung beim Landesamt für Bauen und Verkehr in Cottbus
 


 



Ansprechpartner



Karten zum Stadtumbau-Ost

 

Alle Karten verweisen auf den online Strukturatlas Land Brandenburg des LBV.