Raumbeobachtung und Stadtmonitoring


Raum-Beobachtung (Foto: LBV)


Raumbeobachtung ist die laufende, systematische und umfassende Berichterstattung über räumliche Entwicklungen mit Hilfe von Indikatoren. Sie bildet die analytische Grundlage der Raumordnungspolitik und der räumlichen Planung.
Mit der Novelle des Raumordnungsgesetzes vom 1. Januar 1998 hat der Bundesgesetzgeber den hohen Stellenwert der Raumbeobachtung für die Bundesraumordnung gesetzlich fixiert. In Berlin und Brandenburg wird die Raumbeobachtung durch das Dezernat Raumbeobachtung und Stadtmonitoring im Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) für den gemeinsamen Planungsraum Berlin-Brandenburg betrieben.

Im Dezernat werden wesentliche Voraussetzungen für die Tätigkeit der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg erarbeitet.

Raumbeobachtung vereint in sich Elemente der Evaluation räumlicher Entwicklungen als auch deren Prognose. Regionalstatistische Daten (gebietsstandsbereinigte Zeitreihen) bilden die Grundlage und Indikatoren das wichtigste Instrument der Raumbeobachtung. Damit werden im Dezernat räumliche Entwicklungen analysiert, verglichen und bewertet sowie Trendanalysen abgeleitet.

Regionalstatistische Daten, Indikatoren, Planungsdaten und weitere raumbezogene Informationen werden im vom Dezernat entwickelten Planungsinformationssystem (PLIS) und im Raumordnungskataster (ROK) systematisiert, ausgewertet und behördenübergreifend bereitgestellt.

Ein wichtiges Analyseinstrument sind auch Karten und Grafiken, die neben komplexen Berichten zugleich die wesentlichste Form der Ergebnispräsentation darstellen. Diese Arbeitsgebnisse werden u.a. in den Fachbeiträgen zur Raumbeobachtung veröffentlicht.